Golfclub Schloß Schönborn

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Diese Anlage zählt sicher zu den Highlights bei den Golfanlagen in Österreich. Das parkähnliche Ambiente liefert eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Das Durchqueren des Einfahrtstores der Anlage gebietet eine partielle Zeitreise mit einer Mischung aus 18. Jahrhundert und Fuhrwerken, welche nicht von Pferden bewegt werden, sondern von brandaktuellen Verbrennungs- und Elektroantrieben. Eine erquickende Synergie, die durch ihren zeitumspannenden Charakter aus allen Epochen das Beste bietet.


Das Sekretariat erweist sich als hochgradig freundlich und zuvorkommend, ebenso das Café nahe Loch 1. Der Golfplatz wurde in den Schlosspark eingebettet, daraus resultiert auch das parkähnliche Layout der einzelnen Bahnen. Alter Baumbestand bildet die Grenze des golftechnisch erlaubten, seitlich austoben sollte unterbunden werden, die angrenzende Bewaldung dürfte sich von Golfbällen ernähren. Das seitliche Rough erweist sich als nicht besonders hoch, hat aber aufgrund seiner Dichte doch einen erhöhten Schwierigkeitsgrad. Einmal darin gelandet, ist konsequenter Reparatur-Modus gefragt.


Die Bahnen sind generell eher schmal, was aufgrund der erwähnten Bewaldung dem Parcour einen märchenhaften Charakter verleiht. Außer leichten Höhenunterschieden auf vereinzelten Bahnen präsentiert sich der Platz eben. Sehr löblich, wenn diese persönliche Meinung erlaubt ist.


Das Signature Hole auf diesem Platz ist sicherlich Loch 11, welches ja aufgrund seines Layouts auch Nicht-Golfern geläufig sein dürfte. Es handelt sich dabei um ein Par 3, dessen Grün direkt vor dem Schloss angesiedelt ist. Golfspieler, welche optischen Eindrücken auf Golfrunden etwas abgewinnen können, müssen dieses Loch einmal gespielt haben.


Loch 11, Par 3, 173m gelb, 158m rot.


Sollte es dem einen oder anderen golfspielenden Menschen aufgrund der Optik etwas wärmer ums Herz werden, keine Sorge, es kommt auch Wasser ins Spiel. Die Erfrischung manifestiert sich durch Teiche (mit oder ohne Springbrunnen) und Bächen, aber keineswegs beängstigend. Auch hier bestätigen sich leider die physikalischen Grundgesetze: Golfbälle können nicht schwimmen.


Die Grüns passen sich wunderbar an das sehr gute Gesamtbild dieser Anlage an. Teilweise etwas grösser gebaut, Höhenunterschiede ergeben sich durch fair gestaltete Plateaus. Hier kann sich ein effizientes Anspielen des richtigen Plateaus als Score-schonend herauskristallisieren.


Die Bunker leisten als Verteidiger der Grüns ganze Arbeit, sind aber aufgrund ihrer Höhe als sehr fair zu bezeichnen. Die Qualität des Sandes passt ebenso in das Gesamtbild.


Die Gastronomie bildet einen lobenswerten Abschluss jeder Golfrunde. Sehr freundliches Service-Personal, eine Speisekarte mit würdiger Ausstattung und eine hervorragende Terrasse vor dem Schloss bilden einen exzellenten Ausklang.

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